Grabbe-Gymnasium Detmold

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2017

Die hippe Wippe

Naturwissenschaft kann unterhaltsam sein - internationale Junior Science Olympiade (IJSO)

Von Hajo Gärtner (Text) und Markus Wischer (Fotos)

Zugegeben: Die Aufgaben könnte ich nicht lösen. Dazu müsste ich mit den Naturwissenschaften so vertraut sein wie die Grabbianer, die erfolgreich an der internationalen Junior Science Olympiade (IJSO) teilnehmen. Ich gehöre nunmal zur Fraktion der Geisteswissenschaftler. Und deshalb verstehe ich den philosophischen Gehalt der ,,launischen Leuchtdioden" weitaus besser und die Vorstellung einer ,,hippen Wippe" versetzt mich geradezu in Begeisterung. Den ,,Koloss von Rhodos" finde ich genau so aufregend wie die Erforschung der These, dass die Augen den Wackelpudding ,,mitessen": Natürlich muss anschließend der Blutzuckerspiegel vermessen werden. Und wer gibt keine Milch? Fledermaus, Delfin, Känguru oder der watschelige Pinguin? Weiß ich: der Pinguin. Er würde seine Milch ja auch verschütten.

Nun, ich würde nicht gut aussehen bei dieser Wissenschafts-Olympiade der Jungforscher. Das muss ich auch nicht: Erstens bin ich nicht mehr jung, und zweiten  repräsentieren die 15jährigen Jungforscher vom Grabbe unsere Schule fantastisch.

In der ersten Runde traten sie gegen rund 4000 Konkurrenten aus dem deutschen Teilnehmerfeld an. Sie mussten drei praktische Aufgaben aus den Bereichen Biologie, Chemie und Physik lösen. ,,Dabei kamen sie dem Geheimnis der roten Socken" auf die Spur. In der zweiten Runde wurden sie theoretisch mit launischen Leuchtdioden und der hippen Wippe konfrontiert, nachdem sie in einem Teilnehmerfeld von mehr als 600 Jungforschern eine 90minütige Klausur erfolgreich hinter sich gebracht hatten.  Dabei haben sich 20 Grabbianer für Runde 3 qualifiziert. Unter den 45 Teilnehmern am Bundesfinale an der TU in Merseburg - eine Woche lang experimentieren, evaluieren, Aufgaben lösen - wird im Oktober Helene Wetter vom Grabbe dabei sein. Vor ihr liegt danach noch eine Woche Olympiavorbereitung am IPN (Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften) in Kiel. Am Ende treten 6 Schüler als Repräsentanten Deutschlands bei der Olympiade in Sri Lanka an.

Der in drei Runden erreichte Erfolg macht die beteiligten Grabbe-Lehrer jetzt schon stolz; mit gutem Grund.

 


Das Geheimnis
der roten Socken

Wollsocken wärmen die Füße. Wissen wir. Aber wie stark ist der Effekt?  Das wollten Jungforscher vom Grabbe-Gymnasium genau wissen und machten einen  entsprechenden Versuch. Mit freudigem Eifer färbten die Grabbianer dann  noch bei unterschiedlichen Temperaturen Wollfäden mit Malventee und  Rotebeete-Saft ein, um sie anschließend wieder unter bestimmten Bedingungen  auszuwaschen. Wir wissen nicht, was die Forscher am Ende  herausbekommen haben. Aber mit dem wissenschaftlichen Versuchsaufbau und  den gesicherten Ergebnissen nehmen sie an der zweiten Runde der »Internationalen Junior Science Olympiade (IJSO)« teil. Die IJSO ist  ein internationaler Wettbewerb zur Förderung der Nachwuchstalente in den  Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik.  Am Ende werden 6  Schüler ausgesiebt, die das deutsche Team bei dieser  Wissenschafts-Olympiade in Sri Lanka vertreten. Grabbe-Lehrer Markus Wischer gibt  sich aus Spaß selbstbewusst: »Natürlich sitzen wir mit im Flugzeug.« Warum? »Wir haben die wärmsten und rotesten Socken an.«

 

                       

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