Grabbe-Gymnasium Detmold

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2014: Dvorak

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20 Years of Making Music together

Time flies when you’re having fun!

Von Sabine Hilbert-Opitz

Viel zu schnell ist die gemeinsame Zeit von MHSO und DJO hier in Detmold vergangen.
Es war eine intensive Woche - voll mit ganz viel Musik, Proben und einem
umfangreichen Programm: Stadtführung, Empfang beim Bürgermeister,
Schlossbesichtigung, Besuch des Geigenbauers (Danke, Herr Weiken), Besuch
des Erich-Thienhaus-Instituts der HfM mit Vorführung der Wellenfeldsynthese
(Danke, Professor Kob), Besuch des Instrumentenmuseums in der Burg Sternberg
(Danke, Herr Waidosch), Theaterführung, Fahrt nach Münster.....
Wie Ms Smith im Konzert hervorhob, war das gemeinsam erarbeitete Programm
für ein Schülerorchester sehr anspruchsvoll ( "not High School but University
level" ). Umso erfreulicher war es, zu erleben, wie sich die musikalische Qualität
von der ersten Probe bis hin zum zweiten Konzert kontinuierlich steigerte und die
gemeinsame Arbeit in zwei ganz tolle, vom Publikum begeistert aufgenommene
Konzerte mündete.
Als Dank und als Zeichen der Verbundenheit überreichte der Schulleiter des Grabbe-
Gymnasiums, Herr Klapproth, den für diesen Anlass neu geschaffenen ’Grabbe Pokal’
an die Dirigentin des McLean High School Orchestras, Ms Starlet Smith. Danach
wurde stilvoll zu "Royal Sec" angestoßen.
Höhepunkt des Freizeitprogramms war ein ,,zauberhafter" Abend im Hangar. Jens
Heuwinkel hatte keine Mühe gescheut und ein großartiges Team von Tutoren für
Einrad- und Jonglage zusammengestellt, darunter einige am Grabbe bekannte
Gesichter (schön Euch mal wiederzusehen!) aber auch zwei Einradprofis aus
England und Kanada, die extra für uns nach Detmold gekommen waren!
Der Abend begann mit einer tollen Show, in der die Profis ihr Können vorführten –
und die Freiwilligen, über die gesprungen wurde, Nerven beweisen mussten. Dann
waren alle eingeladen, sich selbst zu erproben.
Die Stimmung war die ganze Woche lang unheimlich gut. Wachsende Müdigkeit
wurde einfach ignoriert, Spaß gab verbrauchte Energie wieder zurück. Schnell
wuchsen Kontakte und Freundschaften, die abendlichen ’Nebentätigkeiten’ waren
zudem ein für amerikanische Jugendliche gänzlich ungewohntes Vergnügen.

Zurück bleiben viele schöne Erinnerungen, Freundschaften und Dankbarkeit. Thank
you all: Starlet Smith, Gretta Sandberg, MHSO students and chaperones for being
such wonderful guests and friends!! Die Jugendlichen haben die Bedeutung dieser
langjährigen Orchesterpartnerschaft so zusammengefasst :

MHSO & DJO best friends forever

Phil Rosenfelt, langjähriger Begleiter dieses Austauschs, schreibt:

We are home safely after nine days of the wonderful exchange visit of the
McLean High School Orchestra to the Detmolder Jugendorchester from the
Christian-Dietrich-Grabbe-Gymnasium in Detmold. The hosts were incredible,
the tours were very educational, and the music was magnificent--Bizet, Gilbert
and Sullivan, Dvorak, Herbert, and Mendelsohn. It has been twenty years
of incredible relationships, great music, and a chance to make the world a
smaller and friendlier place. We hope for many, more more years of a terrific
cultural exchange program!

Music's so wonderful

MHSO & DJO - 20 Years of Making Music together!

Von Tilman Coers

Eine wunderbare Austauschwoche des Detmolder Jugendorchesters mit dem McLean Highschool Orchestra liegt hinter allen Beteiligten. Eine Woche voller Musik, voller Freunschaft, voller abwechslungsreicher Erlebnisse, voller Erfolge. Ja, tatsächlich war die Woche sehr „voll“ und ging trotzdem viel zu schnell zuende.

Samstag

Gestern ist die Delegation des McLean Highschool Orchestras angekommen, zwar erschöpft und müde aufgrund des langen Fluges, aber voller Freude und Tatendrang. Die Zeit in den Familien wurde zum ersten Kennenlernen oder Wiedersehen sowie für erste Unternehmungen genutzt. Am Abend stand die erste Probe an. Wie erwartet waren die Ergebnisse noch nicht sehr überzeugend, da man sich noch in der Findungsphase befand.

Daran soll heute in einer vierstündigen Probe gearbeitet werden. Anfangs herrscht in der neuen Aula des Grabbe Gymnasiums noch keine Probenstimmung, es wird geredet, fotografiert, einige Klangfetzen von verschiedensten Instrumenten sind zu vernehmen. Als schließlich alle auf der Bühne versammelt sind und die ersten Stücke erklingen, kommt wieder Hoffnung auf. Eine deutliche Verbesserung ist zu verbuchen. Trotzdem muss noch viel passieren, Abläufe müssen verinnerlicht, Soli müssen geübt und Zusammenspiel muss gelernt werden.

Der Samstagabend ist frei, die Aktivitätsmöglichkeiten sind vielseitig. Einige nutzen die Zeit zum „Sightseeing“, der Hermann und die Externsteine sind beliebte Anlaufpunkte für die Amerikaner.

Andere treffen sich auf Partys, die deutsch-amerikanische Zusammenkunft muss schließlich gefeiert werden. Trotzdem wird die Nacht nicht zum Tag gemacht, denn morgen wartet wieder viel Arbeit auf die Gruppe.

Montag

Die Schulwoche beginnt für die Mitglieder des DJOs eigentlich so wie immer. In aller Frühe aufstehen, frühstücken und dann auf zum Unterricht. Doch wohin mit den Amerikanern? Die müssen natürlich auch aus den Federn, sie können entweder am Unterricht teilnehmen oder entspannt in der Mensa sitzen, während die Köpfe ihrer deutschen Freunde rauchen. Schon heute sind müde Gesichter zu sehen, denn gestern Abend war die gesamte Gruppe bowlen. Doch Anstrengung und Verausgabung sind immer Teil eines Austauschs, neben Probenarbeit darf natürlich auch die Zeit für gemeinsame Aktivitäten nicht zu kurz kommen.

Ein weiteres Highlight steht nach der Nachmittagsprobe an: Der Besuch der Burg Sternberg. Hier können vor allem historische Musikinstrumente bestaunt und sogar ausprobiert werden. Man führt die 50 Mann starke Gruppe durch ausgewählte Räumlichkeiten und stellt die Musikartefakte aus der Vergangenheit vor.

Auf der Rückfahrt um 21:45 Uhr werden die Lichter im Bus ausgemacht, einige wenige nutzen tatsächlich die Gelegenheit um etwas Schlaf nachzuholen, doch der Großteil scheint hellwach zu sein und unterhält sich, die gemeinsame Zeit ist schließlich knapp bemessen.

Dienstag

Der letzte Tag vor den Konzerten. Die Spannung steigt. Der Plan sieht für heute allerdings nur drei Stunden Probe vor, aber mehr Zeit bleibt neben Schule und Freizeitaktivitäten einfach nicht. Deshalb gilt es, die Vorhandene besonders gut auszunutzen. Alle Stücke müssen noch einmal „poliert“ werden, denn noch fehlt der nötige Feinschliff. Doch nach Probenende herrscht positive Stimmung und Vorfreude, die Konzerte können kommen.

Das Abendprogramm für heute wurde im Vorhinein als „secret group activity“ angekündigt, sie soll im Hangar 21 stattfinden. Dort angekommen stellt sich der Akrobat und Entertainer Jens Heuwinkel vor und präsentiert mit seinem Team Kostproben feinster Zirkuskunst. So können Kunststücke auf dem Einrad, mit dem Diabolo oder mit Devil Sticks bestaunt werden. Eine wirklich verblüffende und respekteinflößende Show!

Tatsächlich beginnt erst jetzt die eigentliche Betätigung, denn nun dürfen die Übungen nachgemacht werden. Es stehen etliche Einräder bereit, Anleitung wird durch das Team gewährleistet. Obwohl der Erfolg, einmal mit dem Einrad durch die Halle zu fahren, den meisten verwährt bleibt, ist die Stimmung ausgelassen. Man hilft sich gegenseitig, lacht und trauert mit den Freunden. Als die Zeit um 21:30 vorrüber ist, blickt man in erschöpfte, aber fröhliche Gesichter. Einige sind nur schwer von den neu erlangten Leidenschaften zu trennen. Ein gelungener Abend!

Donnerstag

Der letzte gemeinsame Tag ist angebrochen. Münster steht auf dem Programm, der Bus fährt in aller Frühe, damit in der Universitätsstadt genügend Zeit zur Verfügung steht.

Zunächst werden die Amerikaner durch die Stadt geführt und haben die Möglichkeit, ihnen so unbekannte alte Gebäude und Kunstwerke zu betrachten. In der Stadthalle gibt es sogar einen englischen Audioguide. Danach haben die „Touristen“ Freizeit, welche fast ausschließlich zum Shoppen genutzt wird. Das letzte Reisegeld wird ausgegeben, Geschenke für Freunde und Familie werden gekauft, noch scheint keine Abreisestimmung eingetreten.

Das zweite Konzert soll noch besser werden als das gestrige, obwohl dieses schon zufriedenstellend gewesen war. Vor allem die große Anzahl der Zuschauer war für alle Beteiligten wunderbar!

Für die angestrebte erneute Steigerung werden einzelne Abschnitte in der Generalprobe noch einmal verinnerlicht.

Mit Erfolg. Nach Abschluss des zweiten Konzerts sind alle einer Meinung: Das haben wir gut gemacht! Diese wird auch durch das euphorische Publikum reflektiert, welches die Orchestervereinigung großzügig beklatscht und bejubelt.

Natürlich muss der gelungene Austausch und das musikalische Ergebnis gemeinsam gefeiert werden. Von 22:00 Uhr bis 24:00 stehen den Orchestermitgliedern die Räumlichkeiten der Schule zum Essen, Trinken und Tanzen zur Verfügung. Alle haben Spaß und genießen das Zusammensein, und auch nach zwölf feiern die meisten noch weiter. Das hat sich die Gruppe aber auch wirklich verdient.

Freitag

Abschied! Als sich die Austauschschüler vor dem Bus das letzte Mal sehen, fließen einige Tränen, gute Wünsche werden ausgesprochen. Natürlich wurden im Vorfeld fleißig Adressen und Handynummern ausgetauscht, schließlich ist Amerika im Zeitalter des Smartphones längst nicht mehr unerreichbar. Jetzt heißt es warten, bis die Detmolder Delegation im Sommer 2015 nach Washington aufbricht, um den wunderbaren Austausch fortzuführen.

Ein Orchesteraustausch verbindet zwei Ziele, nämlich das gemeinsame Musizieren und das Knüpfen internationaler Freundschaften. Dass diese beiden Ziele erreicht wurden, steht außer Frage, jedoch ist dies nicht selbstverständlich. Nur durch exakte Planung, harte Arbeit und vielseitige Unterstützung kann ein solches Projekt realisiert werden. DANKE! an alle Beteiligten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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