Grabbe-Gymnasium Detmold

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2009

 

Da schlägt das Lehrerherz höher: Die afrikanischen Schüler drängeln sich in den Transporter, um  in die Schule des SOS-Kinderdorfes zu gelangen. Diese Schule ist eine Attraktion.

Er hat aus seinen Fehlern gelernt


Afrikanischer Junge setzt SOS-Kinderdorf in Brand - Löschwasser Mangelware

Von Ricah Wedegärtner

Auch in diesem Jahr besuchte uns Sampson Owusu Boampong, Leiter des Westfälischen Kinderdorfes in Ghana (Afrika), um den fünften Klassen mit Begeisterung von seinen Waisen und deren Lebenslauf zu erzählen und zum Spenden zu ermuntern.
Gleich zu Anfang teilte er die traurige Nachricht mit, das Kinderdorf könne keine Kinder mehr aufnehmen. Nicht aufgrund von Platzmangel, sondern weil das Geld fehlt. Denn das Kinderdorf bekommt als private Einrichtung keinerlei Unterstützung vom Staat.
Sampson brachte neben einer Präsentation über die Kinderarbeit in Ghana auch einen Film über das Leben der Kinder im SOS-Kinderdorf mit, der den Fünftklässlern Einblick in eine ganz andere Welt gewährte. So lernten sie das Krankenhaus mit den verschiedenen Abteilungen kennen, das Sägewerk, den Kindergarten und vor allem das Schulleben, das in riesigen Klassen sehr fröhlich und ausgelassen aussieht.
Hier ergibt sich eine Menge an Unterschieden im Vergleich zum Grabbe: Die Kinder singen und tanzen ohne Ende, sie malen und lernen Nähen. Im Unterricht herrscht eine gefühlsbetonte, warme Atmosphäre, es wird viel gelacht und trotzdem eifrig gelernt.
Nach der Schule, wenn alle mit hungrigen Bäuchen zurückkommen, gibt es im Kinderdorf ein gemeinsames Mittagessen, das vorher von den Mitwirkenden zubereitet wird.
Danach wird gewaschen oder gemeinsam gespielt, denn es gibt ein umfangreiches Freizeitangebot.

* * *

Während der Film noch läuft, erzählt Sampson mit Leidenschaft auch unangenehme Begebenheiten. So erfahren die Zuhörer in der Neuen Aula, dass eins der Gebäude samt Betten und Kleidung im Februar des vergangenen Jahres abgebrannt ist. Ein Junge hatte mit einem Streichholz gespielt, dabei fing ein Gegenstand Feuer. Er fragte eine Betreuerin nach Wasser, die ihm daraufhin ein Glas Wasser reichte. Er sagte: ,,Das reicht nicht!“.
Weil im Dorf Fernsehen geguckt oder draußen gespielt wurde und der Junge niemandem Bescheid gab, stand der Raum längst in Flammen, als das Feuer schließlich entdeckt wurde.
Zum Löschen des Feuers kam ein Jeep, der aber nur wenig Wasser mitbrachte. Als endlich die Feuerwehr aus mehreren Kilometern Entfernung mit einer ordentlichen Portion Löschwassser  eintraf, war alles zu spät. Verletzt wurde bei diesem Vorfall zum Glück niemand.
Natürlich wollten die Grabbianer wissen, was denn daraufhin mit dem Jungen geschah. ,,Nichts", antwortet Sampson mit ruhiger, freundlicher Stimme: „Nichts. Er hat aus aus seinen Fehlern gelernt.“



Stimmung: Im Kindergarten wird gesungen und getanzt. Gleich zu Anfang, gewissermaßen als fröhliche Begrüßung des neuen Tages. In der Schule sieht die Lage nicht anders aus, auch was die Größe der Klassen betrifft. Monsterklassen voller fröhlicher, aber auch lärmender Kinder.

Engagement für die Schule

Der Förderverein stellt sich der Aufgabe, die Entwicklung der Schule voranzutreiben. Die Umsetzung neuer Ideen muss finanziert werden, und hier sieht der Verein sein Kerngeschäft: die nötigen Gelder zu beschaffen.

Hier die Kontaktdaten =>

 

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