Grabbe-Gymnasium Detmold

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2016

Weiterleben
in der Illusion

Wie Herr Poggemeyer nach dem Schlaganfall
das Beste aus der Situation macht


Von Hassan Mammadov (Text) & Hajo Gärtner (Foto)

Beim Sozialpraktikum habe ich viele freundliche Menschen kennengelernt. Die meisten Menschen dort haben körperliche oder psychische Erkrankungen. Die Bewohner waren sehr entgegenkommend und sehr interessiert an jungen Menschen wie mir. Die Ängste, die ich vor dem Praktikum hatte, erwiesen sich als unbegründet.

Der erste Tag aber war schwer. Doch schnell habe ich gelernt, dass jegliche Unterschiede unwichtig sind, wenn man zusammen Spaß hat. Das ist das Wichtigste im Leben, überall und unter allen Bedingungen: zusammen Spaß haben. Täglich gab es Gruppenaktivitäten, die für Abwechslung und Unterhaltung sorgten in der ,,Diakonie für ein Leben in Vielfalt" der Stiftung Eben Ezer, Lemgo. Wie zum Beispiel Gymnastikübungen oder zusammen kegeln.

Außerdem habe ich gelernt, dass man Geduld mitbringen muss beim Anreichen und dass es Dinge gibt, die ich leider nicht ändern kann. Die Bewohner akzeptieren ihre Situation und ihre Handicaps, ohne zu jammern, und machen das Beste daraus, wie zum Beispiel Herr Poggemeyer. Herr Poggemeyer hat vor einigen Jahren einen Schlaganfall erlitten, welcher Ihn an den Rollstuhl fesselte und das Reden erschwerte. Das raubt Ihm aber nicht sein Lächeln und den Spaß am Leben. Er zeigte mir euphorisch seine Fotoalben und erzählte von seinem damaligen Hobby, dem Motorradfahren. Die Hoffnung stirbt zuletzt: Er ist fest überzeugt, im nächsten Sommer wieder eine wilde Biker-Tour in den Süden zu unternehmen; nach Österreich, Italien oder in die Schweiz. Wenn er davon erzählt, vergisst er alles um sich herum und findet in der Regel kein Ende.

Mir und vielen anderen Schülern hat das Praktikum einen neuen Blickwinkel verschafft. Älteren Menschen zu helfen, kann auch sehr viel Spaß machen, und ich bin froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. Außerdem ist eine Gesellschaft, in der es alte, kranke und behinderte Menschen gibt, um die sich die Gemeinschaft kümmern muss, sicherlich humaner als ein Staat, in dem nur das Leistungsprinzip zählt und der von einer Menge Egomanen bevölkert wird, die ihren gegenseitigen Wert danach taxieren, was du kannst und bist.

 

Engagement für die Schule

Der Förderverein stellt sich der Aufgabe, die Entwicklung der Schule voranzutreiben. Die Umsetzung neuer Ideen muss finanziert werden, und hier sieht der Verein sein Kerngeschäft: die nötigen Gelder zu beschaffen.

Hier die Kontaktdaten =>

 

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