Grabbe-Gymnasium Detmold

Gesamtübersicht Index A - Z
Sie sind hier: > TAGE der OFFENEN TÜR > 2009 > Ein besonderer Tag

Ein besonderer Tag



Mehr oder weniger als früher? Die Publikumsresonanz auf den Tag der offenen Tür lässt sich stets nur schwer abschätzen. Wie viele neue Fünftklässler werden demnächst angemeldet? Diese Zahl gibt dann einen verlässlichen Anhaltspunkt.

Das kleine Schulfest

Diashow und Powerpoint beim Tag der offenen Tür
Fächer zeigen Profil
Schnupper-Atmosphäre und Mitmach-Feeling

Theater AG begeistert Publikum

Von Hajo Gärtner

Wie viele Besucher sind denn nun gekommen? Die Aula platzte bei der Eröffnungsveranstaltung aus allen Nähten. Aber das tut sie immer. Es gibt einen anderen Anhaltspunkt, um die Publikumsresonanz des Tages der offenen Tür 2009 abzuschätzen: Von den 600 Programm-Flyern, die Organisator Wilhelm Michael bereitgestellt hat, sind alle weggegangen. Michael musste 50 nachdrucken und verteilen. ,,Das hatten wir noch nie", sagt er im Gespräch mit Grabbe Online und tippt auf eine ,,Rekordbeteiligung 2009".

Doch beginnen wir von vorn: Schulleiter Werner Klapproth empfing das Publikum, das schon eine halbe Stunde vor Beginn in die Aula strömte, mit einer von ihm selbst gefertigten Diashow mit anschließendem Powerpoint-Vortrag. Das ist neu: Früher gabs zur Einführung stets was auf die Ohren, aber nichts für die Augen. Damit das neue Menü auch richtig schmeckt, wurde es mit bewährten Zutaten garniert: sportliche Meisterleistungen unserer Vorzeigeturnerinnen Miriam Bergmann und Nadine Jarosch an musikalischer Raffinesse vom Orchester der Sekundarstufe I.

Der Schulleiter stellte in seinem Vortrag die Begabungsförderung im Grabbe-Gymnasium in den Mittelpunkt, betonte jedoch gleichzeitig, dass neben der Kunst-, Sport- und Musikklasse stets auch eine Klasse eingerichtet wird für Kinder, deren Neigungen und Interessen nicht spezialisiert sind, sondern breit gestreut. ,,Hier finden sich die Kinder zusammmen, die sich keinem Profilfach zuordnen wollen oder können. Die g-Klasse ist eine ganz normale gymnasiale Klasse, an anderen Schulen hieße sie vielleicht 5a oder 5b." Außerdem sei es stets möglich, dass ein Schüler aus der k-Klasse bei einem Musik-Ensemble mitmacht, ein leidenschaftlicher junger Musiker beim Kunstlehrer Jerusalem Comic-Zeichnen trainiert oder ein sportlich engagiertes Multitalent beides tut. Alle Klassen blieben fünf Jahre zusammen, betreut von einem Klassenlehrer-Tandem. Das Besondere am Tandem: Alle Klassenlehrer seien in Lions Quest ausgebildet. Dieses Programm helfe, Heranwachsende in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu stärken und intakte Klassengemeinschaften zu fördern. Seit mehreren Jahren hätten deshalb die Klassen 5 und 6 wöchentlich eine Lions-Quest-Stunde im Stundenplan.

,,Das Kerngeschäft einer Schule muss guter Unterricht sein", sagte der Schulleiter und charakterisierte diesen Gesichtspunkt als herausragenden Aspekt der Schulentwicklung. Alle Kinder, egal aus welchem Klassentyp, werden nach derselben Stundentafel unterrichtet, erhalten also wie an jedem anderen Gymnasium die vorgeschriebene Stundenzahl in Englisch, Mathematik oder in Erdkunde und Sport. Nur in einer k- oder m-Klasse komme es in der Jahrgangsstufe 9 zu einer leichten Verschiebung zugunsten des Profilfaches. Für alle Schulen gebe es verbindliche Lehrpläne, Lernstandserhebungen, Vergleichsarbeiten und das Zentralabitur, und in allen Feldern schnitten die Grabbianer gut ab.

Arbeitsgemeinschaften (AGs) werden am Grabbe-Gymnasium als Teil der Begabungsförderung verstanden. ,,Die Schule erntet damit große Erfolge in Wettbewerben, über die in der Presse oftmals berichtet wird. Wir sind natürlich stolz auf Erfolge in den Profilfächern", so Klapproth. Dass am Grabbe seit Jahren auch andere Begabungsrichtungen gefördert werden, gehe manchmal ,,leider etwas unter".

Die Jüngsten aus den Jahrgangsstufen 5 und 6 können gegen ein kleines Entgelt an einer Hausaufgabenbetreuung teilnehmen. In Kleingruppen von 3 bis 6 Köpfen helfen ältere Schüler bei der Erledigung der Hausaufgaben. Diese Tutoren leisten aber noch mehr, deshalb heiße das Programm H-Plus. Sie helfen auch mit Übungsangeboten, Lücken in den Fächern zu schließen.

Besonders stolz zeigt sich der Schulleiter immer noch auf das Selbstlernzentrum (SLZ), obwohl es inzwischen zu einer Selbstverständlichkeit im Schulalltag geworden ist. Immer wieder gern zitiert er die LZ-Headline ,,Lernen wie an der Uni" zur SLZ-Eröffnung im April 2005 und betont, dass wir die ersten in Lippe waren und alle anderen Schulen diese Einrichtung danach kopiert hätten. Ihn begeistert die Synthese von alten und neuen Medien: Die Schüler können Wissen zapfen aus Büchern (alte Medien) und Computer-Netzen (neue Medien). Und auch  der Hinweis auf den schicken Vortragsraum neben dem SLZ darf niemals fehlen: ,,Hier können unsere jungen Leute für ihre Vorträge und Referate moderne Präsentationstechniken nutzen."

Am Ende wies Werner Klapproth auf die Öffentlichkeitskultur an der Schule hin. Grabbe-Nachrichten, Internet-Auftritt und Filmstudio unter der Neuen Aula: ,,Den Internet-Auftritt vom heutigen Tag der offenen Tür werden Sie wohl noch an diesem Wochenende auf unserer Homepage sehen können. Vielleicht gibt es dort dann auch schon Kurzfilme zu sehen, die im Filmstudio unter uns entstehen."

Dieses Versprechen soll der Redaktion von Grabbe Online ein Ansporn sein. Texte und Bilder sind erfahrungsgemäß schneller herstellbar als Filme, die zeitaufwändige Spitze des Multimedia-Geschäftes. Wir tun, was wir können, und schaffen am Samstag sicherlich auch einen Videoclip. Die anderen werden im Laufe der kommenden Woche an dieser Stelle nachgereicht. Doch jetzt springen wir von der hellen neuen in die düstere alte Aula.

* * *

Von Melissa Klare und Janna Wedegärtner

Der vollbesetzte Raum ist verdunkelt. Leises Räuspern im Publikum. Der schwarze Samt-Vorhang öffnet sich langsam und leise. Dann beginnt die Show.

Pfffffft – der Reifen ist platt. „So ein Mist“, denkt sich eine junge Frau. „Ausgerechnet jetzt auf der Autobahn! Wenn mir nicht bald jemand hilft, komm ich nicht pünktlich zu meinem Termin.“
Bald schon hält neben ihr ein junger Mann, der ihr zwar seine Hilfe anbietet, allerdings unverschämt viel Geld dafür verlangt. Zum Beispiel 50 € für einen Anruf beim ADAC. Die Frau zahlt bereitwillig. Sie bezahlt überhaupt alles, was von ihr verlangt wird. Eine lustige Diskussion wird fortgeführt, in der der Akzent und die locker-dreiste Art des jungen Mopedfahrers das Publikum immer wieder zum Lachen bringt. Das Publikum ist auch von den sechs weiteren erfolgreichen und witzigen Stücken begeistert. Zum Beispiel von der Kundin, die - weil alleinstehend - sich ein Haustier kaufen will. Aber es soll etwas können. Sie landet schließlich bei Mäusen, die - so die Verkäuferin nach einem langen, an den Nerven zerrenden Verkaufsgespräch über Enten und anderes Getier - piepen können. Um diese Leistung zu überprüfen, hält sich die Kundin das Kästchen mit den Mäusen ans Ohr und schüttelt es so heftig, dass den Mäusen das Piepen schnell wieder vergeht.

Die Sechstklässler aus der Theatergruppe von Frau Prescher sind immer mit viel Freude bei der Sache und erwecken die Alte Aula jeden Samstagvormittag zu einem Ort der Theaterkunst.

* * *

Dem Glücklichen schlägt keine Stunde. Sind wir wirklich so gut dran im Grabbe-Gymnasium, dass deshalb die Uhren stillstehen? Schon merkwürdig, dass dauernd Tea-Time ist. Du kommst um 8 Uhr und gehst um 12 Uhr: Aber die ganze Zeit über zeigen die Grabbe-Uhren einen schönen, entspannten Nachmittag an. So idyllische Zustände  gibt es sonst nur noch in Alices Wunderland.

[fein beobachtet von Fabian Schwarze]






Munter gings zu in den Schnupper-Stunden. Klar, dass bei Tagen der offenen Tür der Spaßfaktor betont wird gegenüber dem Stress-Faktor, der mit jedem Lernen zwangsläufig auch verbunden ist, wenn das Gehirn effektiv trainiert werden soll.


Engagement für die Schule

Der Förderverein stellt sich der Aufgabe, die Entwicklung der Schule voranzutreiben. Die Umsetzung neuer Ideen muss finanziert werden, und hier sieht der Verein sein Kerngeschäft: die nötigen Gelder zu beschaffen.

Hier die Kontaktdaten =>

 

Engagement für die Schule

Der Förderverein stellt sich der Aufgabe, die Entwicklung der Schule voranzutreiben. Die Umsetzung neuer Ideen muss finanziert werden, und hier sieht der Verein sein Kerngeschäft: die nötigen Gelder zu beschaffen.

Hier die Kontaktdaten =>