Grabbe-Gymnasium Detmold

Gesamtübersicht Index A - Z
Sie sind hier: > TAGE der OFFENEN TÜR > 2010 > Eröffnung

Eröffnung


Andrang in der Schulaula

Mitreißende Vorführungen unserer Sek1-Musiker zusammen mit den Super-Turnerinnen

Von Hajo Gärtner (Text/Fotos/Videoclip)

Die naheliegende Frage an so einem Vormittag ist gleichzeitig die schwierigste: Wie viele Leute nehmen gerade an den aktuellen Vorführungen, Beratungen und Schnupper-Unterrichtsangeboten teil? ,,Bo ey, heute ist es ja noch voller als sonst", sagt GO-Fotograf Fabian Schwarze (Jahrgangsstufe 10), Berichterstatter seit vielen Jahren.  ,,Eine Rekordbeteiligung", erwidere ich. Aber Hand aufs Herz: Der Eindruck ,,Das gehört aber jetzt ins Guinessbuch der Rekorde" stellt sich jedes Jahr erneut ein.

Nun gut, aber eines kann man objektiv festellen und mit Fotos beweisen: Die rund 400 Sitzplätze in der Neuen Aula reichen bei weitem nicht aus; viele Zuschauer müssen an den Rändern stehen. Lohnt sich aber durchaus: Den Zuhörern wird keine langweilige ,,Ich erkläre euch die Welt"-Veranstaltung aufgedrückt. Der Schulleiter-Block fällt erfreulich kompakt aus (illlustriert mit einer schicken Powerpoint-Präsentation auf der neuen Großbild-Leinwand). So bleibt genug Zeit für die Darbietungen der Musiker und Sportler: reichlich Futter für Auge und Ohr. Deren Vorstellung wirft ein Schlaglicht auf das besondere Schulprofil des Grabbe-Gymnasiums, in dem die Fächer Kunst, Musik und Sport betont werden.

Um nicht den Eindruck einer Überspezialisierung entstehen zu lassen, betonte Schulleiter Werner Klapproth, dass es neben den Kunst-, Musik- und Sport-Klassen immer auch die g-Gruppen gibt (,,g" für ,,gemischt"), in denen Schüler mit anderen Interessen-Schwerpunkten oder einer breiten Streuung zusammenfinden. Außerdem sei es stets möglich, dass ein Schüler aus der k-Klasse bei einem Musik-Ensemble mitmacht, ein leidenschaftlicher junger Musiker beim Kunstlehrer Frank Jerusalem Comic-Zeichnen trainiert oder ein sportlich engagiertes Multitalent beides tut.

,,Das Kerngeschäft einer Schule muss guter Unterricht sein", sagte der Schulleiter und charakterisierte diesen Gesichtspunkt als herausragenden Aspekt der Schulentwicklung. Deshalb entwickele das Grabbe-Gymnasium gerade ein neues Leitbild, an dem Schüler, Lehrer und Eltern in möglichst breiter Form mitwirken sollen. Alle Kinder, egal aus welchem Klassentyp, würden nach derselben Stundentafel unterrichtet, erhielten also wie an jedem anderen Gymnasium die vorgeschriebene Stundenzahl in Englisch, Mathematik oder in Erdkunde und Sport. Nur in einer k- oder m-Klasse komme es in der Mittelstufe zu einer leichten Verschiebung zugunsten des Profilfaches. Für alle Schulen gebe es verbindliche Lehrpläne, Lernstandserhebungen, Vergleichsarbeiten und das Zentralabitur, und in allen Feldern schnitten die Grabbianer gut ab.

Arbeitsgemeinschaften (AGs) werden am Grabbe-Gymnasium als Teil der Begabungsförderung verstanden. ,,Die Schule erntet damit große Erfolge in Wettbewerben, über die in der Presse oftmals berichtet wird. Wir sind natürlich stolz auf Erfolge in den Profilfächern", so Klapproth. Dass am Grabbe seit Jahren auch andere Begabungsrichtungen gefördert werden, gehe manchmal ,,leider etwas unter". Man beachte doch bitte den Erfolg von Grabbe-Jungforschern bei der siebten internationalen JuniorScienceOlympiade.

Die Jüngsten aus den Jahrgangsstufen 5 und 6 können gegen ein kleines Entgelt an einer Hausaufgabenbetreuung teilnehmen. In Kleingruppen von 3 bis 6 Köpfen helfen ältere Schüler bei der Erledigung der Hausaufgaben. Diese Tutoren leisten aber noch mehr, deshalb heißt das Programm ,,H-Plus". Sie helfen auch mit Übungsangeboten, Lücken in den Fächern zu schließen.

Besonders stolz zeigt sich der Schulleiter jedes Jahr auf das Selbstlernzentrum (SLZ), das inzwischen zu einer Selbstverständlichkeit im Schulalltag geworden ist. Immer wieder gern zitiert er die LZ-Headline ,,Lernen wie an der Uni" zur SLZ-Eröffnung im April 2005 und betont, dass wir die ersten in Lippe waren und alle anderen Schulen diese Einrichtung danach kopiert hätten. Ihn begeistert die Synthese von alten und neuen Medien: Die Schüler können Wissen zapfen aus Büchern (alte Medien) und Computer-Netzen (neue Medien). Und auch  der Hinweis auf den schicken Vortragsraum neben dem SLZ darf niemals fehlen: ,,Hier können unsere jungen Leute für ihre Vorträge und Referate moderne Präsentationstechniken nutzen."

Sozialkompetenz ist wichtig. Das Grabbe-Gymnasium hat mit der Einführung eines regelmäßigen, auf zwei Wochen angelegten ,,Sozialpraktikums" (Jahrgangsstufe 11) eine Ergänzung zur etablierten Berufsorientierung (Klasse 10) geschaffen. Zwei Wochen lang gewinnen jungen Menschen ,,tiefe und prägende Einblicke in soziale Einrichtungen". Der Umgang mit Alten, Behinderten und Kranken führe bisweilen an Grenzen, ,,die ein Oberstufenschüler aber verkraften kann". Tatsächlich ist die Neuerung - nicht immer ein Zuckerschlecken - nach dem ersten Probelauf von nahezu allen Schülern positiv bewertet worden.
(Grabbe Online berichtet).

Am Ende wies Werner Klapproth auf die Öffentlichkeitskultur an der Schule hin. Grabbe-Nachrichten, Internet-Auftritt und Filmstudio unter der Neuen Aula: ,,Den Internet-Auftritt vom heutigen Tag der offenen Tür werden Sie wohl noch an diesem Wochenende auf unserer Homepage sehen können. Vielleicht gibt es dort dann auch schon Kurzfilme zu sehen, die im Filmstudio unter uns entstehen."


Gerd Hüls stellte sich den Besuchern der Eröffnungsveranstaltung als neuer stellvertretender Schulleiter vor. Er betonte den sportlichen Charakter der Schule - Hüls ist auch Sportlehrer - und kennzeichnete die Unterrichtsmöglichkeiten  als ergiebig. Tatsächlich hat die Schule bis zur Herstellung der neuen Sporthalle neben dem Erweiterungsbau jahrelang unter einem knappen Sportstättenangebot gelitten. Diese Zeiten der ,,Entbehrung'' sind vorbei und das Grabbe-Gymnasium wird seinem Sportprofil wieder in vollem Umfang gerecht. Die Leistungen in der Wettkampf-Szene können sich sehen lassen. (Grabbe Online berichtet).

Engagement für die Schule

Der Förderverein stellt sich der Aufgabe, die Entwicklung der Schule voranzutreiben. Die Umsetzung neuer Ideen muss finanziert werden, und hier sieht der Verein sein Kerngeschäft: die nötigen Gelder zu beschaffen.

Hier die Kontaktdaten =>

 

Engagement für die Schule

Der Förderverein stellt sich der Aufgabe, die Entwicklung der Schule voranzutreiben. Die Umsetzung neuer Ideen muss finanziert werden, und hier sieht der Verein sein Kerngeschäft: die nötigen Gelder zu beschaffen.

Hier die Kontaktdaten =>