Grabbe-Gymnasium Detmold

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Bericht



Tatorte und übergroße Schokoküsse

Das Grabbe glänzt mit einer großen Vielfalt an Ideen, Experimenten und Infoständen

Von Julia Bordunov (Text & Fotos)

Ungewöhnlich ist es schon, an einem Samstagmorgen das Schulgelände des Grabbe-Gymnasiums zu betreten; trotzdem bin ich bereits gespannt, was mich dieses Jahr erwartet, denn der alljährliche Tag der offenen Tür steht wieder an.
Direkt beim Betreten des Foyers begrüßt mich ein einladendes Kuchenbüffet und der Duft frischen Kaffees.
Im Eingangsbereich stellt sich die Schülervertretung vor und motiviert die angehenden Grabbianer und ihre Eltern mit einem Grabbe-Quiz zum Mitmachen.
Zahlreiche Plakate führen mich zu den Kunsträumen. Die Acryl-Portraits des Kunst-LKs wecken sofort das Interesse, sodass ich mich von den Farben und Formen leiten lasse und unbemerkt im Comic-AG-Raum lande.
Zunächst stellen die Zeichnerinnen verschiedene Comics vor und verweisen anschließend auf die gut gelungenen, bunten Comic-Zeichnungen, welche die Zuschauer sichtlich zu beeindrucken scheinen.
Dass sich die Schüler auch außerschulisch kreativ ausleben, zeigt das neue Mengedoht-Projekt, bei dem die Künstler die Wand des Schuhgeschäftes in der Detmolder Fußgängerzone mitgestalten können.
Neugierig folge ich anschließend den aus Pappe ausgeschnittenen Fußspuren, die mir den Weg weisen. Oben angekommen, spielt bedrohliche Musik, Absperrband ist überall vorzufinden und Schüler mit blutroten Händen stehen um die bunten Schuhkartons.
Schaut man jedoch näher, entdeckt man kleine Schauplätze, welche verschiedene Tatort-Situationen in den Schuhkartons widerspiegeln. Ob es das Weihnachtsfest ist, was sich in einen Tatort verwandelt oder die Gondelwerkstatt, alles überträgt man automatisch auf die Realität.  Dazu liegen die passenden Geschichten bei. »Es werden Geschehnisse dargestellt, ohne dass Menschen zu sehen sind; die Personen muss man sich selber vorstellen«, so einer der Schüler. Und ich muss zugeben, dies geschieht ganz von allein, bei solch detaillierten Werken.
Im nächsten Raum präsentieren die Schüler der 7M, die sich mit Balladen im Deutschunterricht beschäftigt haben, eine Verfilmung des Erlkönigs, an der die Schauspieler komplett alleine gearbeitet haben. Am Ende können sich die  Zuschauer ein Schmunzeln nicht verkneifen.
Der Raum ist überfüllt, manche Eltern müssen sogar stehen, als die 5M den Unterricht im Musikraum vorbereitet. Ihre Aufgabe ist es, nach dem Musikstück »Königlicher Marsch des Löwen« nun ihre eigene Komposition passend zu einem Huhn vorzustellen. Sie ergreifen motiviert die  passenden Instrumente und legen sofort mit strahlenden Gesichtern los.

Das Problem des Plastiks wird in der Nähe des Biologieraumes erläutert. Um die Denkweise der Besucher zu ändern, verkaufen die Schüler sogar umweltfreundliche Jutebeutel. Das Motto lautet »Kein Plastik mehr. Kein Plastik Meer.« Deutlich erkennbar nicken die Besucher im Vorbeigehen. Unterstützt wird das Plastikproblem von Schülern im Chemieraum, wo sie die Alternativen zu Plastik vorstellen. Überzeugt davon, dass man etwas ändern kann, stellen mir die Schüler die verschiedenen Experimente vor. Die Zuschauer staunen nicht schlecht, als sich das Bio-Plastik plötzlich im Wasser komplett auflöst. Zufrieden mit dem Ergebnis mache ich mich nun auf den Weg zu dem Biologieraum, wo mich bereits unzählige Mikroskope erwarten. Nicht nur die Wasserpest kann präzise analysiert werden, sondern auch kleinere Lebewesen, wie zum Beispiel die Bienen.
Schon gespannt, was mich im Physikraum des E-Gebäudes erwartet, begebe ich mich auf den Weg durch die Wintergalerie, in welcher die Beratungslehrer schon fleißig Informationen über die verschiedenen Themengebiete verbreiten.
Oben angekommen, ist sogleich ein Gelächter wahrzunehmen. Eine Menschenmenge verdeckt die Show. Doch schließlich erkenne ich es: Ein ungewöhnlich großer Schokokuss wird in einer Pumpe sichtbar. Von wegen »Mit Essen spielt man nicht«. Die angehenden Fünftklässler scheinen sichtlich amüsiert, als sich der Schokokuss wieder zusammen zieht, sobald man die Luft wieder aus der Pumpe lässt. Auch der Physiklehrer hat Spaß beim Demonstrieren und fragt grinsend die Kleinen, ob sie den zerquetschten Schokokuss essen mögen. Der Eindruck einer angenehmen Mischung aus Wissenschaft und Spaß bleibt zurück, als ich schließlich den letzten Raum verlasse.
Überwältigt von der Vielfalt an Eindrücken muss ich augenblicklich an die Willkommensrede denken und stelle fest, dass »offen, lebhaft, engagiert und vielfältig« ideal das Grabbe-Gymnasium beschreibt. Da wäre es doch verwunderlich, wenn sich die Viertklässler und ihre Eltern gegen eine Laufbahn am Grabbe-Gymnasium entscheiden würden.

Engagement für die Schule

Der Förderverein stellt sich der Aufgabe, die Entwicklung der Schule voranzutreiben. Die Umsetzung neuer Ideen muss finanziert werden, und hier sieht der Verein sein Kerngeschäft: die nötigen Gelder zu beschaffen.

Hier die Kontaktdaten =>

 

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