Die neuen Grabbianer

Publikum_2019

Bewegtes Publikum

Sek1-Orchester führt zur Begrüßung der neuen Fünftklässler Musikmärchen auf

Von Hajo Gärtner (Text & Fotos)

Star der 5er-Einschulung in der Neuen Aula war zweifellos das Sek1-Orchester: Das mitgliederstarke Ensemble nahm sein Publikum mit auf einen persischen Markt. So heißt das sinfonische Musikstück von Albert Ketèlbey. Die sehr bekannte Melodie geht ins Ohr, aber auch ins Auge: So instruierte Orchesterleiter Florian Wessel die Zuhörer, die Musik pantomimisch zu untermalen. Mitmachen war angesagt, und das Publikum folgte brav. Etwa damit, einen Ritt auf dem Kamel mit schwankendem Kopf zu simulieren, vokal Bakschisch einzufordern, wie der Spaßmacher mit virtuellen Bällen zu jonglieren, die Schlange fachgerecht zu beschwören und am Ende als Statthalter mit königlichem Gruß dem Sitznachbarn zuzuwinken. Dös war scho a Gaudi, aber noch mehr zeigte sich das Publikum von der Klangqualität des Orchesters begeistert. Eine vortreffliche Werbung für das Orchester: Denn die Neuntklässler wechseln nun ins große Orchester (DJO), und die Instrumente müssen von unten neu besetzt werden. Dazu können sich Interessierte am Montag ab 13.30 Uhr melden.

Schulleiterin Daniela Faude → zeigte sich so angetan von der musikalischen Performance, dass sie allen 65 Musikern ein Eis versprach, ohne in dem Moment zu wissen, wie sie es denn transportieren soll, ohne dass die gewaltige Leckerei auf dem Weg wegschmilzt. Dann räumte sie in der Begrüßungsrede, die bewusst kurz gehalten war, ein, dass sie selbst den neuen Fünftklässlern nur einen Tag Schule voraushabe: Tatsächlich hat sie im neuen Schuljahr 2019/2020 am Tag 1 die Leitung übernommen. Sie freue sich auf die Kreativität der neuen Grabbianer. Das Lernumfeld sei freundlich und herzlich und dem Schulerfolg stehe nun nichts im Wege. Allerdings verglich sie den Schulalltag auch mit einem großen Schiff, das viel Sicherheit und Komfort biete, gelegentlich aber auch Wind und Wellen trotzen müsse.

Gundel Niedermeyer führte als Leiterin der Erprobungsstufe die Rahmenbedingungen des Einstiegsunterrichts in die gymnasiale Laufbahn vor.

Beate Bossmanns stellte mit einer Powerpoint-Präsentation die lückenlose Betreuung  über den Schultag bis 15.30 Uhr dar. Nach dem Schulmorgen bis 13 Uhr wartet ÜMi (Übermittagsbetreuung) und danach NaMi (Nachmittagsbetreuung) auf die Kinder. Ganz freiwillig und kostenlos; eine Anmeldung ist allerdings erforderlich, um die Übersicht zu behalten. Weitere Angebote seien die Hausaufgabenbetreuung (HaBe) in Kleingruppen von vier bis fünf Schülern, betreut durch ältere Tutoren. Diese Dienstleistung erfordert allerdings einen kleinen Obulus, der den Schülerlehrern zugute kommt. Prinzipien der Organisation: verbindlich und flexibel, alle Angebote kombinierbar, wenn zeitlich möglich. Und da seien noch die zahlreichen AGs (Arbeitsgemeinschaften), die den Profilfächern zuarbeiten. Für HaBe und NaMi sind schriftliche Anmeldungen erforderlich.

Alle neuen Schüler begrüßten die Direktorin und die Klassenlehrer mit Handschlag und fanden sich im Klassenverband auf der Bühne zusammen. Mit ihren Klassenlehrern stellten sie sich zum ersten Foto für die Grabbe-Homepage auf. Es wird für viele nicht das einzige bleiben, wenn sie sportlich, künstlerisch, musikalisch, in der Erste-Hilfe-Gruppe oder mit einem anderen sozialen Engagement hervortreten.

Unten die Klassenfotos in der Reihenfolge 5gn, 5k, 5m und 5s. Ich musste wegen des breiten Gruppen-Formats zwei Schüsse zu je einem Foto zusammenfügen, was an der Schnittstelle zu einer ungewohnten Optik führt. Den Abschluss bildet das glanzvolle Sek1-Orchester.