Grabbe-Gymnasium Detmold

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Sportlerehrung

Sportler futtern Süßes

Warme Worte und eine Leckerei für jeden bei der Ehrung

Von Hajo Gärtner (Text/Fotos/Montage & Videoclip)

»Wie viele sind denn da drin gewesen?«, will ein Schüler von mir wissen und zeigt auf das gute Dutzend Kisten in der Ecke. Er meint die Cookies, die auf der Bühne gerade an die zahlreichen Sportler verteilt werden. Amerikaner in der Bäckersprache. Ich frage nach: »So um die hundert«, sagt ein Kistenträger achselzuckend. Tatsächlich: Genau so viele Sportler wie Cookies waren bei den zurückliegenden Schulwettkämpfen erfolgreich; so dass sie jetzt kaum alle auf die Bühne passen. Sie haben Kreismeisterschaften gewonnen, auf Bezirksebene super abgeschnitten, sind ins Landesfinale vorgedrungen. Das reichte allemal, um den Ehrenpreis 2017 für die bemerkenswerteste Leistung im Rahmen des Landessportfestes der Schulen im Schuljahr 2016/2017 einzuheimsen und den Landratspokal für die beste lippische Schule in die schuleigene Vitrine zu holen.

Thomas Borowek, sportlicher Direktor am Grabbe (Koordinator), betonte, dass nicht nur der Hundertschaft auf der Bühne Lob und Ehre gebührt, sondern »allen, die mit uns durchs Feuer gegangen sind«. Damit meint er die gewaltige Zahl von Teams, die sich auch den Strapazen des Trainings und dem Wettbewerbs-Stress unterworfen haben, ohne erste Plätze erreicht zu haben. Die Spitze eines Dreiecks thront immer über der breiten Hypotenuse: Das betonte auch Schulleiter Werner Klapproth in seiner Laudatio auf das Grabbe als sportbetonte Schule. Gern erinnerte er daran, dass die Grabbe-Sportler in den Jahren 2010, 2013 und 2015 den Landrats-Pokal geholt haben. Ein Hattrick (dreifacher Sieg), der dazu geführt hat, dass der alte Landrats-Pokal für immer in der Vitrine neben der Neuen Aula glänzt.

Deshalb musste Landrat Dr. Axel Lehmann einen neuen Pokal schnitzen. Hat er gern gemacht: Um ihn dann umgehend wieder im Grabbe-Gymnasium abzugeben. Nein, nicht gleich sofort: Als erste Adresse ist das Hermann-Vöchting-Gymnasium (Blomberg; besonders stark im Handball) eingraviert, das die Trophäe 2016 geholt hat. Sei's drum: Nur wer das Teil als erster drei Mal gewonnen hat, darf sich den Glanz dauerhaft in der eigene Hütte installieren. Lehmann ließ keinen Zweifel daran, dass Grabbes so einen Plan erneut verfolgen werden.

Schulrätin Anke Freytag, zuständig für die Generale Schulsport, drückte ihre Bewunderung für die jungen Sportler aus. Ob es kalt ist, regnet und schneit, oder die Sonne unbarmherzig vom Himmel brennt: In allen Fällen trainieren die Erfolgreichen leidenschaftlich und hart gegen sich selbst. Sie habe es immer wieder erlebt: »Ich schwitze schon im Schatten, und dann sehe ich die Läufer in der prallen Sonne ihre Bahnen ziehen.« So viel Leidenschaft und Selbstdisziplin sei bewundernswert. Das funktioniere aber wahrscheinlich nur wegen des Engagements der Betreuer, die ihre Schützlinge unermüdlich zu motivieren wissen.

Es gab in der Feierstunde nicht nur Cookies für die Sportler, sondern auch Cooles fürs Publikum. Musik- und Sportlehrerin Maren Morgenthaler präsentierte mit einem kleinen, aber feinen Chor & Orchester den eigens arrangierten Bourani-Song Auf uns. Es muss ja nicht immer We Are The Champions sein. So ein musikalisches Eigengewächs ist allemal würdevoller als ein eingespieltes mp3-File. Die Präsentation habe bei der Probe besser geklappt, bemerkt Morgenthaler am Ende im Vorbeigehen. Aber, aber: Das war klasse, Frau Lehrerin, und das Publikum ist richtig mitgegangen. Wir haben ein Beweisfoto und einen Videoclip. Voilà!