Grabbe-Gymnasium Detmold

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2014

Die ganz besondere Adventsfeier

Premiere: Zum ersten Mal bereiten die 6. Klassen eine Adventsfeier für die 5. Klassen vor   

Von Beate Nowak (Text), Stephan Rieche und Hajo Gärtner (Fotos)

Am Mittwoch, dem 03.12.2014, fand in der Neuen Aula eine ganz besondere Adventsfeier für die 5. und 6. Klassen statt. Sie war so besonders, weil sie zum ersten Mal keine Weihnachtsfeier am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien war, sondern eine Feier in der ersten Adventswoche. Besonders war auch, dass sie von der Big Band (Leitung: Herr Wischer) und der Combo (Leitung: Herr Wessel) musikalisch mitgestaltet wurde, sodass neben instrumentalen Stücken auch mehrere Adventslieder hervorragend begleitet wurden.

Dieses Jahr hatte sich die 6. Jahrgangsstufe vorgenommen, für die 5er-Klassen zu spielen, und so startete nach einer herzlichen Begrüßung durch unseren Schulleiter, Herrn Klapproth, der Reigen der Aufführungen aus den einzelnen Religionsgruppen:

Im ersten Rollenspiel des katholischen Religionskurses (Now) gaben verschiedene Tiere Auskunft über den Bischof Nikolaus von Myra, der vor 1600 Jahren in der heutigen Türkei lebte und vielen armen Menschen, darunter auch Kindern, half zu überleben. So steckte er einmal heimlich nachts Geld in die Stiefel einer armen Familie oder sorgte dafür, dass die Kinder Äpfel geschenkt bekamen. Bei einer großen Hungersnot konnte er die Menschen retten, indem er den Teil einer Schiffsladung Kornsäcke erhandelte.

Der evangelische Religionskurs aus der 6gn (Nie) erzählte auf der Bühne von einem ganz ungewöhnlichen Krippenspiel: Denn die Herdmann-Kinder – die schlimmsten Kinder aller Zeiten – hatten vor, sämtliche Hauptrollen in dem Krippenspiel zu übernehmen, das zu Weihnachten aufgeführt werden sollte. Sie, die alle Nachbarn zur Verzweiflung trieben, die logen, klauten und Zigarren rauchten, sollten nun die Heilige Familie, die Hirten und die drei Könige spielen. Natürlich wurde es ein ganz anderes Krippenspiel als üblich. Aber auch eines, das - mit einer geschenkten Salami anstatt eines Öl-Geschenks – vielleicht viel näher an dem dran war, was damals im Stall nach der Geburt Jesu gebraucht wurde.

Sternstunden bescherte uns der evangelische Religionskurs aus der 6m (Fri). In dieser Aufführung wurden wir durch 5 Sternstunden geführt, die Maria, Josef, die Hirten und die drei Weisen durch die Botschaft eines Engels erlebt hatten. Am Ende wurde als 5. Sternstunde deutlich, dass die damaligen Sternstunden auch heute noch eine Sternstunde für uns alle bedeuten.

Mit dem evangelischen Religionskurs aus der 6s (Rie) erlebten wir eine multimediale Sondernachrichten-sendung mit anschließender Talkshow über die Ereignisse in Bethlehem, von denen drei „Landarbeiter“ berichteten. Diese Berichte wurden sowohl von der eingeladenen Theologin mit vielen Fremdworten in Zweifel gezogen, als auch vom ebenfalls eingeladenen Psychologen, der von Massenhysterie sprach. Ähnlich der Vertreter der Landarbeiter-Gewerkschaft, der die Erzählungen als klare Folge von zu viel Stress erklären wollte. Das aber ließen sich die drei Hirten nicht gefallen. Sie bekräftigten glaubwürdig, dass sie wahrhaftig Engel gehört und gesehen hatten.

Einen gelungenen Abschluss setzte der evangelische Religionskurs aus der 6k (Sen) mit dem Spiel der Geschichte: „Weihnachten im Krankenhaus“: Dieses Stück erzählt von einer Familie am Frühstückstisch des 23. Dezember. Die Mutter hat für diesen letzten Tag vor Heiligabend einen „Arbeitszettel“ für jedes Familienmitglied angefertigt. Vor lauter Arbeit bemerkt sie nicht, dass ihre Gesundheit diesem Stress nicht gewachsen ist. Sie muss ins Krankenhaus. Dort wird ihr einiges klar.

Nach dem gemeinsamen Lied „Stern über Bethlehem“, einem großen Dankeschön an alle Beteiligte und guten Wünschen für eine frohe Adventszeit endete diese ganz besondere Adventsfeier der 5. und 6. Klassen.