Grabbe-Gymnasium Detmold

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2009


Wenn Engel reisen 



Von Sabine Bartling

Schüler mit etwas müden und blassen Gesichtern stehen vor dem Skiverleih Nindl und warten auf die Ausgabe der Ski, Snowboards und Helme. Kein Wunder, denn knapp 10 Stunden Anreise im Bus strengen doch an, zumal die Reise bereits um 4 Uhr in der Früh begann. Aber beim Anblick des strahlend blauen Himmels und der schneebedeckten Berge ist diese Müdigkeit schnell vergessen und die Stimmung steigt. Ein grandioses Begrüßungswetter!
Wie üblich geht die Ausleihe schnell vonstatten, da sie von dem Fahrtleiter Herrn Badorek im Vorfeld bestens vorbereitet wurde. Auf geht es zum nächsten Programmpunkt, der Zimmerbelegung im Venedigerhof. Dazu heißt es für eine kurze Fahrt bergauf noch einmal rein in den warmen Bus.
Die Ankunft ist turbulent, da 54 Schüler und die Betreuer auf dem kleinen Vorplatz des Venedigerhofs kaum Platz finden mit ihren Gepäck. Apropos Gepäck: so große Koffer sah man selten! In einigen Exemplaren hätten deren Besitzer genügend Platz gefunden, um darin zu übernachten. Aber dafür haben wir dann doch die Zimmer, die zwar klein sind, aber für eine Woche ausreichend, zumal der Großteil des Tages die Skipisten unser Aufenthaltsort sein sollten. Dennoch: Das Chaos in den Zimmern blieb nicht aus und nahm zum Teil noch zu während der Woche. Der Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch.
Am Ende ist alles arrangiert und der Skiurlaub kann beginnen. Nach einem ersten Abendbrot in unserem separaten Essraum verläuft die Nacht ruhig und friedlich. Die Müdigkeit hat alle übermannt.
Die nächsten drei Tage auf der Piste verlaufen nach gleichem Muster. Bereits um 8.45 Uhr können wir starten. Bei super Schneeverhältnissen und anfänglich sehr leeren Pisten starten die Skikurse auf unterschiedlichem Niveau. Wir Begleiter sind froh, dass wir in diesem Jahr so viele Skilehrer dabei haben, da so die Gruppenstärke sehr übersichtlich und somit effektiv ist.

Frau Hamm (Referendarin) und Frau Schulte (ehemalige Kollegin) übernehmen die Anfänger, die nach 3 Tagen bereits nahezu alle Pisten gut herunter kommen. Herr Frigger und Herr Borowek übernehmen die Fortgeschrittenen,  Herr Badorek und ich die fortgeschrittenen Anfänger. Auch die Snowboarder werden versorgt, indem Herr Auffenberg (ehemaliger Kollege) sich um Anfänger und Fortgeschrittene kümmert. Herr Lewis und Miriam (eine ehemalige Schülerin) betreuen ebenfalls eine kleine Fortgeschrittenen-Gruppe. Special guest in diesem Jahr war Herr Dörrer, der es sich nicht nehmen ließ, die Gruppe zu begleiten, obwohl er im vergangenen Jahr seinen Abschied von der Schule gefeiert hat. Eine schöne Geste, die hoffentlich im kommenden Jahr wiederholt wird. Übrig bleibt Frau Lewis, die sich auf der Bergstation um alle Schüler kümmert, die im Verlauf des Tages über Schmerzen klagen oder nicht mehr können. Somit ist eine Rundumversorgung garantiert.
Nach 3 Tagen wechseln die Gruppen und die Schüler können sich in Kleingruppen allein auf den Weg machen. Jedes Jahr wieder ein herbeigesehnter Wechsel, da man ja auch gern mal mit seinen Freunden fahren möchte. Aber man trifft sich immer wieder auf der Piste.
In diesem Jahr bleiben wir von schweren Verletzungen verschont, worüber wir sehr glücklich sind. Lediglich einige erkältete oder über Unwohlsein klagende Schüler gilt es zu versorgen.
6 Tage Skifahren, bei herrlichstem Wetter! Super blauer Himmel, schneebedeckte Gipfel, die ein schönes Panorama bieten, und viel Schnee, der zwar zum Nachmittag hin weicher wird, aber ausreicht für die Zeit, die wir vor Ort sind. Besser geht es nicht! Das haben wir anscheinend verdient. Wenn Engel reisen!
Ein Tischtennisturnier, ein gemeinsamer Fußballabend vor dem Fernseher, der für den Bayernfan Herrn Badorek sehr traurig endet (!), und die obligatorische Abschlussparty am Donnerstagabend runden die Woche ab. An den Nachmittagen bleibt zudem genug Zeit, sich mit Sport zu beschäftigen, indem die Basketballanlage und das Volleyballfeld ebenso wie der Fußballplatz genutzt werden. Aber auch einfach abhängen, Chillen genannt, ist möglich. Die Zeit wird sehr unterschiedlich genutzt, manchmal auch zur Gesichtspflege. So eine Maske auf der durch die Sonne strapazierten Haut wirkt doch Wunder! Sieht zusätzlich noch lustig aus. 
Nach so schönen Tagen heißt es dann am Freitag Abschied nehmen. Der Bus wartet bereits früh morgens, wird schnell beladen und los geht es. Da die Autobahnen halbwegs frei sind, können die Eltern ihre braungebrannten Kinder am Abend gegen 20 Uhr wieder in die Arme nehmen.
Noch eine Woche Ferien und dann trifft man sich wieder, angefüllt mit neuen Erfahrungen und vielleicht auch etwas Vorfreude auf die kommende Schulzeit, da diese Woche die Gruppe zusammengeschweißt hat. Vielleicht lässt sich davon ja einiges aufrecht erhalten, um den Schulalltag etwas mehr zu beleben.

Uns hat es mit euch super gefallen! Wir sehen uns!

Euer Grabbe Skiteam