Grabbe-Gymnasium Detmold

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2010

Von Fahrschülern und Vampiren



Von Hajo Gärtner

Am Ende bedankte sich das Publikum bei den jungen Schauspielern, die ihre Sache toll gemacht haben, mit einem kräftigen Applaus. Und die ließen anschließend Herrn Hunger hochleben: Schließlich ist er auf Bitten einer Schülerin eingesprungen, als die betreuende Lehrerin krank wurde, und hat aus der vielköpfigen Schar in kürzester Zeit eine  schlagkräftige Theatergruppe geformt. Sie konnten ihre Texte perfekt auswendig und performten sie mimisch überzeugend. Alles ohne sichtbaren Soufleur: Ich glaube, es gab gar keinen.
Nun ja, Herr Hunger kann auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückgreifen, den er bei den Inszenierungen unvergessener Theateraufführungen der Jahrgangsstufe 12 gewonnen hat. Hinter seinem Engagement steckt eine pädagogische Idee: Schüler lernen bei solchen, mitten im Leben angesiedelten Aktionen intensiver als auf der Schulbank. Denn der emotionale Faktor wird ungleich stärker aktiviert: durch harte Arbeit an sich selbst, von der auch der Erfolg der Anderen abhängt; Zusammenfinden im Team für ein gemeinsames, hoch gestecktes Ziel; Angst und Lampenfieber vor dem Auftritt, aber auch ausgelassene, geradezu hysterische Freude über den Erfolg. Dabei wird das Gehirn mit Adrenalin, Endorphinen und was es sonst noch an intensiven Botenstoffen gibt, regelrecht vollgepumpt, und damit ist es bereit für ein außerordentliches Lernerlebnis. Der Clip mit der Ansage von Herrn Hunger ist übrigens ein kleiner Ausschnitt aus der letzten Sendung von grabbe.tv im auslaufenden Schuljahr, die in den nächsten Tagen herauskommt.