Förderkonzept
Individuelle Förderung - Talente entdecken, Persönlichkeit stärken
Das Grabbe-Gymnasium versteht individuelle Förderung als einen zentralen Bestandteil seines pädagogischen Selbstverständnisses. Ziel ist es, jedem Kind die Chance zu bieten, seine eigenen Talente wahrzunehmen, weiterzuentwickeln und selbstbewusst einzusetzen. Dabei geht es nicht nur um schulische Leistungsentwicklung, sondern gleichermaßen um die Stärkung der persönlichen Identität, sozialer Kompetenzen und der Freude am Lernen.
Um diese Ziele zu erreichen, eröffnen wir unseren Schüler:innen eine vielfältige Auswahl an kreativen, musischen, sportlichen und naturwissenschaftlichen Angeboten. In diesen Bereichen erhalten sie die Möglichkeit, ihre Interessen auszuprobieren, eigene Stärken zu entdecken und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Das Spektrum reicht von künstlerischen Ausdrucksformen wie Theater, bildender Kunst und Musik über sportliche Aktivitäten bis hin zu naturwissenschaftlichen Experimentier- und Forschungsangeboten. Indem wir Schüler:innen ermutigen, Neues auszuprobieren, unterstützen wir sie aktiv auf dem Weg zu einem gesunden Selbstbewusstsein und geistiger Flexibilität.
Auch im Bereich der fachlichen Förderung setzen wir gezielt an: In den Jahrgängen 5 und 6 finden zusätzliche Förderstunden in den Hauptfächern statt, um einen erfolgreichen Schulstart zu gewährleisten und individuelle Lernstände bestmöglich zu berücksichtigen. So wird in Jahrgang 5 besonders das Fach Mathematik unterstützt, während in Jahrgang 6 der Fokus auf den Fächern Deutsch und Englisch liegt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten damit ein Lernangebot, das sowohl auf die Schließung möglicher Lernlücken als auch auf die Festigung grundlegender Kompetenzen ausgerichtet ist. Dadurch entsteht eine solide Basis für weiterführendes Lernen, die das individuelle Vorankommen nachhaltig stärkt.
Für besonders interessierte und leistungsbereite Schüler:innen eröffnen wir bereits ab Klasse 5 die Möglichkeit, an schulischen, regionalen und landesweiten Wettbewerben teilzunehmen. Ob im mathematisch-naturwissenschaftlichen, musisch-kreativen oder sportlichen Bereich – Wettbewerbe bieten eine wertvolle Gelegenheit, Wissen und Können zu präsentieren, Erfolge zu feiern und wertvolle Erfahrungen zu sammeln, die Mut machen und Perspektiven eröffnen.
Ebenso wichtig wie die fachliche und kreative Förderung ist uns das soziale Lernen. Gemeinschaft wird bei uns aktiv gelebt: In zahlreichen Profilprojekten, Arbeitsgemeinschaften und Interessengruppen – vom Schulorchester über die Comic-AG bis hin zu sportlichen Angeboten wie Leichtathletik oder Fußball – haben die Schüler:innen die Möglichkeit, über den Unterricht hinaus Verantwortung zu übernehmen, Teamfähigkeit zu entwickeln und ihre Schule mitzugestalten. Gemeinsame Erlebnisse fördern Zusammenhalt, schaffen Erfolgsmomente und stärken das respektvolle Miteinander.
Individuelle Förderung bedeutet für uns: Jede:r Schüler:in hat das Potenzial zu wachsen – fachlich, kreativ, sozial und persönlich. Wir bieten den Raum, die Unterstützung und die Inspiration, um diesen Weg mit Freude und Zuversicht zu gehen.
T. Brentrup (Förderkonzept) t.brentrup@grabbe.nrw.schule
B. Bossmanns (Hausaufgabenbetreuung) b.bossmanns@grabbe.nrw.schule
S. Engelskirchen (Lernpaten) s.engelskirchen@grabbe.nrw.schule
Profil und AGs
Traditionell setzt das Grabbe einen besonderen Schwerpunkt auf die Förderung von besonderen Begabungen im musischen, künstlerischen. sportlichen oder naturwissenschaftlichen Bereich.
Deshalb gibt es über den Unterricht hinaus ein ein wählbares Projekt und ein breites Angebot an Arbeitsgemeinschaften in diesen Fächern. Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Chöre und Instrumentalgruppen, die auch von der guten Kooperation mit der Musikhochschule profitieren. Dies schlägt sich nicht zuletzt in der Tatsache nieder, dass Schülerinnen und Schüler des Grabbe-Gymnasiums schon viele gute und sehr gute Platzierungen im Landes- und Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" erreichen konnten. Regelmäßig stattfindende Klassen- und Schulkonzerte bieten Gelegenheit, die erzielten Fortschritte einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Besonders begabte Schülerinnen und Schüler können parallel zu ihrer schulischen Ausbildung bereits als Jungstudenten bzw. -studentinnen an der Hochschule für Musik studieren.
Unsere Sportler und Schulmannschaften erzielen ebenfalls regelmäßig beachtliche Erfolge auch auf überregionaler Ebene, vor allem in den Sportarten Fußball, Schwimmen, Volleyball, Leichtathletik und Turnen.
Die Schülerinnen und Schüler, die sich besonders für unseren künstlerischen Schwerpunkt interessieren, können im Kunstlabor, Holzwerkstatt und in der Comic-AG kreativ werden.
Über die Profilfächer hinaus gibt es weitere Arbeitsgemeinschaften, in denen sich Schülerinnen und Schüler engagieren und ihre Interessen verfolgen können, so etwa in der Schach-AG, der Fairtrade-AG oder der Israel-AG. Zusätzlich werden nach den personellen Möglichkeiten der Schule auch AGs in anderen Fächern angeboten, wie etwa die Schüler:innenzeitungs-AG, die aus dem Deutschunterricht erwachsen ist. Schülerinnen und Schüler, die sich besonders für die das soziale Miteinander und die Schulgemeinschaft engagieren möchten, haben dazu vielfältige Möglichkeiten, zum Beispiel im Rahmen der SV, des Schulsanitätsdienstes, als Tutor:in in der Hausaufgabenbetreuung (s.u.) oder als Lernpate:in.
Sozialem Lernen mehr Gewicht verleihen
Das Grabbe-Gymnasium versteht sich als Lerngemeinschaft, deren Mitglieder sich gegenseitig bei der Entwicklung ihrer Lernpotenziale beraten und unterstützen. Wir legen daher besonderen Wert darauf, dass unsere Schülerinnen und Schüler auch ihre sozialen Kompetenzen entwickeln und lernen, mit anderen effektiv zusammenzuarbeiten, aufeinander einzugehen und eventuelle Konflikte konstruktiv zu lösen.
In der Klassenleitungsstunde liegt somit der Schwerpunkt auf dem sozialen Lernen. Hier wird zum einen die Klassengemeinschaft gestärkt, aber auch das Lösen von Konflikten trainiert. Ebenso werden in demokratischen Abstimmungsprozessen klassenspezifische Projekte, Unternehmungen und Beiträge für Schulfeste festgelegt. Auf dieser Grundlage entwickeln sie Regeln für den selbstbewussten, aber respektvollen Umgang miteinander.
Lernpaten
Anmeldung zum Lernpatenprogramm
Schüler:innen, die gerne von einer Lernpatin oder einem Lernpaten unterstützt werden möchten, können sich hiermit anmelden: Anmeldebogen
Bewerbung als Lernpate/Lernpatin
Schüler:innen, die gerne anderen Unterstützen möchten, können sich mit dem Bewerbungsbogen bewerben.
INFOS
Am Grabbe-Gymnasium bieten wir ein Konzept an, das auf Teamwork der besonderen Art setzt. Das Prinzip ist so einfach wie effektiv: Schüler/-innen der Klassen 5 bis 9 mit Schwierigkeiten in Mathematik, Latein, Englisch, Französisch oder Deutsch sind nicht mehr auf sich allein gestellt oder müssen nach einer privaten, oft teuren Nachhilfesituation suchen, die meist auch noch mit Zeitaufwand und Wegstrecken verbunden ist. Bei uns schließen sich diese Lernwilligen einem fachlich kompetenten Lernpaten der Oberstufe an, der mit ihnen die fehlenden Grundlagen nacharbeitet. Die Treffen finden nach Absprache (in der Regel unmittelbar nach dem Unterricht) statt und dauern 60 Minuten. Für eine angenehme Lernatmosphäre stehen die Räume 003 und 021 zur Verfügung. Der Lernpate bekommt in der Regel ca. 10 Euro pro Stunde. Die Eltern bezahlen jeweils für 5 Einheiten im Voraus. Das schafft eine gewisse Planungssicherheit und Verbindlichkeit für beide Seiten, jedoch keine langfristige Bindung. Wer nach 5 Stunden merkt, dass die Unterstützung bereits ausreicht oder lieber mit einem anderen Lernpaten weiterarbeiten möchte, bleibt somit flexibel. Die Lernpaten werden sorgfältig in Absprache mit deren Fachlehrern ausgewählt. Selbstverständlich sind die Lernpaten dazu angehalten, zuverlässig und schülerorientiert zu arbeiten. Die Lernpaten führen in jeder Stunde einen Dokumentationsbogen, auf dem u.a. festgehalten wird, welches Thema in der Lerneinheit schwerpunktmäßig behandelt wurde. Falls einmal ein vereinbarter Termin aus Krankheitsgründen des Lernpaten nicht stattfinden kann, so informiert dieser rechtzeitig (i.d.R. am vorherigen Tag) die Eltern oder Schüler selbst
telefonisch. Er/ Sie ist verpflichtet, diesen Termin nachzuholen. Falls ein Lernender einmal krank sein sollte, so ist auch in diesem Fall der Lernpate telefonisch/ per Email zu benachrichtigen. Ein Ersatztermin findet statt, soweit der Tutor das einrichten kann. S. Engelskirchen s.engelskirchen@grabbe.nrw.schule
Wettbewerbe
Schon jetzt nehmen viele Schülerinnen und Schüler erfolgreich an verschiedenen regionalen und überregionalen Wettbewerben teil. Bereits fest institutionalisiert sind zum Beispiel der Vorlesewettbewerb in der Jahrgangsstufe 6 sowie der Känguru-Wettbewerb bzw. die Mathematik-Olympiade sowie Chemie entdecken oder die Junior Science Olympiade. Im Bereich Sport sind hier neben den zahlreichen Einzel- und Mannschaftswettkämpfen auch die Bundesjugendspiele zu nennen. Regelmäßig nehmen Schülerinnen und Schüler unserer Schule mit schönen Erfolgen am Wettbewerb "Jugend musiziert" oder an Kunstwettbewerben teil.
Mittelfristig möchten wir noch mehr Schülerinnen und Schüler dazu ermutigen, ihre Fähigkeiten in unterschiedlichsten Wettbewerben unter Beweis zu stellen. Diese können nicht nur eine Profilierungsmöglichkeit für besonders begabte Schülerinnen und Schüler sein. Auch andere Schülerinnen und Schüler haben hier die Möglichkeit, spezielle Interessen zu verfolgen, die im Rahmen des Fachunterrichts nicht immer berücksichtigt werden können, und sich Erfolgserlebnisse zu erarbeiten, die sich wiederum motivierend auf die schulische Arbeit auswirken können.
Deshalb möchten wir die Beratung und Unterstützung durch Lehrkräfte in diesem Bereich stärker ausbauen, sodass Schülerinnen und Schüler gezielter über für sie geeignete Wettbewerbe informiert und bei Bedarf bei der Vorbereitung betreut werden können. Die Erfolge, die einzelne Teilnehmer oder größere Gruppen bei solchen Wettbewerben erzielen, sollten stärker in der Schulöffentlichkeit bekannt gemacht werden und in diese zurückwirken, z.B. durch eine Ehrung im Rahmen einer kleinen Feierstunde zum Abschluss des Schuljahres, ggf. mit Präsentation der Wettbewerbsbeiträge.
Selbstlernzentrum
Unseren Schülerinnen und Schülern steht im Selbstlernzentrum ein umfangreiches Medienangebot zur Verfügung. Auch Schülerinnen und Schüler, die zu Hause keinen Zugang zu Büchern oder Computern haben, haben so die Möglichkeit, den Umgang mit diesen Medien zu üben und diese für ihren Lernfortschritt nutzbar zu machen. Neben einem breiten Spektrum an Sachbüchern zu den verschiedensten Themenbereichen sind vor allem die zahlreichen Lernhilfen hervorzuheben, die sich aufgrund der integrierten Lösungsteile besonders zur selbstständigen Aufarbeitung von kleineren Defiziten eignen. Eine Auswahl an aktuellen Zeitschriften und Jugendbüchern dient der Förderung von Leselust und -kompetenz. Viele Schülerinnen und Schüler nutzen das Selbstlernzentrum auch für private Nachhilfestunden oder um gemeinsam Hausaufgaben zu machen oder für eine Arbeit zu lernen.
Diagnose und Beratung
Der gesetzlich verankerte Anspruch auf individuelle Förderung entbindet die Schülerinnen und Schüler nicht von der Verpflichtung, Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen, aktiv Hilfe zu suchen und kleinere Defizite z.B. mithilfe individueller Fördermaterialien selbstständig aufzuarbeiten. Die Lehrkräfte begleiten diesen Prozess beratend und geben Rückmeldung über die erzielten Fortschritte, sodass bei Bedarf weitere Fördermaßnahmen eingeleitet werden können.
Erste diagnostische Instanz sind die Fachlehrerinnen und Fachlehrer, die auf der Grundlage von Unterrichtseindrücken, den Ergebnissen von Leistungsüberprüfungen und außerunterrichtlichen Beobachtungen und Gesprächen vielfältige Einblicke in die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler gewinnen. Zusätzliche Informationen liefern Parallelarbeiten, die Lernstandserhebungen in der Jahrgangsstufe 8 sowie standardisierte Diagnoseinstrumente in den Kernfächern wie beispielsweise in Englisch und Mathe das Programm "Testen und Fördern" von Klett, das sich an den von uns genutzten Lehrwerken in beiden Fächern orientiert bzw. auf diese abgestimmt ist.
Schülerinnen und Schüler, deren Versetzung gefährdet ist, erhalten zum Halbjahreszeugnis eine individuelle Lern- und Förderempfehlung, die Probleme aufzeigt und Hinweise zu deren Behebung gibt. Auch das Förderteam und die Beratungslehrerinnen der Schule stehen für entsprechende Gespräche zur Verfügung.
Zusätzlich zu den hier aufgeführten Förderangeboten können je nach Bedarf weitere Maßnahmen vereinbart bzw. organisiert werden. Das Spektrum reicht hier bei Schülerinnen und Schülern mit Lernproblemen oder Verhaltensauffälligkeiten von individuellen Vereinbarungen wie dem Führen eines Lern- oder Verhaltenstagebuchs bis zur Vermittlung von Nachhilfe oder Beratung durch außerschulische Institutionen (z.B. Schulpsychologischer Dienst, Familienberatung der Landeskirche). Im Bereich der Begabtenförderung kommen im erster Linie Enrichment-Angebote wie die Vereinbarung von zusätzlichen Projektarbeiten, das Erlernen einer weiteren Fremdsprache (z.B. im Rahmen einer Japanisch- AG), die Teilnahme an außerschulischen Wettbewerben wie dem Bundesfremdsprachenwettbewerb o. Ä., die besondere Lernleistung in der Oberstufe usw. in Betracht. Im Einzelfall können auch Modelle der Akzeleration geeignet sein, z.B. die stundenweise Teilnahme am Unterricht einer höheren Klasse, die Teilnahme an Hochschulveranstaltungen parallel zum Besuch der Oberstufe oder auch das Überspringen einer Klassenstufe.